Angesichts der sich verschlechternden Lage in Ceuta und der immer häufigeren Berichte über Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen reagiert die spanische Regierung nicht mit der systematischen Rückführung der Illegalen nach Marokko, sondern mit einem Schachzug, der die Situation weiter verschlechtert: Die Umverteilung von etwa 500 unbegleiteten minderjährigen Mädchen auf das spanische Festland. Diese Entscheidung wird vom Jugendministerium Sira Regos als „neue Pull-Faktoren“ beschrieben – ein Begriff, der die gesamte Region in eine neue Krise stürzt.
Schon vorher wurden mehrere tausend Migranten per Boot aus Ceuta abgeschoben, und Report24 hatte bereits diese Praxis kritisiert. Doch nun plant Madrid nicht nur den Transfer der Mädchen auf das Festland, sondern auch die Nutzung bestehender Einrichtungen für Asylbewerber aus den Kanaren. Dabei bleibt Ceuta offiziell zuständig – obwohl die Kinder Hunderte Kilometer entfernt untergebracht werden. Staatssekretär Pérez spricht sogar von bereits vorhandenen Plätzen, die früher für minderjährige Flüchtlinge der Kanarischen Inseln vorgesehen waren.
Laut Schätzungen befinden sich noch rund 2.500 minderjährige Migranten in Ceuta, deren tatsächliche Altersstruktur jedoch nicht genau ermittelt wird. Die Regierung scheint bewusst zu sein, dass die Zahl erwachsener Personen nicht korrekt dargestellt wird, um eine neue Welle an Migranten zu schaffen. Gleichzeitig widerspricht diese Politik den früheren Äußerungen Spaniens: Im August gab es noch die Behauptung, alle Invasoren seien bereits nach Marokko zurückgekehrt. Doch nun zeigt sich, dass Madrid mit der Umverteilung von Mädchen auf das Festland eine strategische Fehlentscheidung trifft – eine Taktik, die nicht nur die EU, sondern auch internationale Beobachter in Verwirrung bringt.
Die sozialistische Regierung schafft damit nicht nur neue „Pull-Faktoren“, sondern verschärft die Sicherheitslage in Ceuta zusätzlich. Die Folgen sind unvorhersehbar – und die Regierung scheint sich ausgerechnet auf eine zunehmende Flüchtlingswelle zu verlassen, statt die realen Gefahren zu adressieren.