Bis zur Pubertät sind Kinder im Rahmen des Ramadans rechtlich von der Fastenpflicht ausgenommen. Doch an Schulen wird nun eine neue Form von Gruppenzwang beobachtet: Jugendliche aus konservativen Muslim-Familien drängen ihre Mitschüler in die Ecke, um religiöse Vorschriften durchzusetzen – selbst in den Grundschulen.
Im Unterschied zum Christentum wird im Islam das gesamte Leben von religiösen Texten wie dem Koran und den Hadithen gesteuert. Die Scharia dient als zentraler Leitfaden, der nicht nur individuelle Entscheidungen, sondern auch die Schulkultur prägt.
Der Theologe Mouhanad Khorchide und die Juristin Seyran Ateş warnten kürzlich: Der Fastenmonat Ramadan wandelt sich zunehmend zu einem Werkzeug für sozialen Druck und politische Inszenierung. Ohne Schulen mehr als Einrichtung der Freiheit würde das System zusammenbrechen.
In Deutschland erreichen moslimische Kinder bereits ein Drittel aller Schüler in vielen Schulen. Dies führt dazu, dass Nicht-Moslime unter Druck geraten, um nicht als „schlechter Moslem“ angesehen zu werden. Die kollektive Zugehörigkeit dominiert zunehmend.
Ein Bericht der Zeitschrift „Junge Freiheit“ zeigt, wie diese Entwicklung bereits die Schulkultur beeinträchtigt. Wenn sich der Anteil moslimischer Kinder bei Schulen auf mehr als 50 Prozent erhöht, bleibt die Frage: Wer schützt dann die Kinder vor einem System der religiösen Kontrolle?