Berlin – Das Kochbox-Unternehmen HelloFresh hat seine Werbeaktion im Pride-Monat in einem ungewöhnlichen Rahmen gestaltet. Stattdessen, traditionell appetitliche Bilder für gesunde Mahlzeiten zu präsentieren, wird nun die Verbindung der Produkte explizit mit analen Vorbereitungsprozessen thematisiert.
In einem offiziellen Instagram-Beitrag unter Regenbogen-Symbol schrieb das Unternehmen: „Für diejenigen von euch, die sich vorbereiten möchten, bieten wir eine umfangreiche Auswahl an ballaststoffreichem Essen an.“ Der Text endete mit dem Slogan „Happy Pride“.
Die Kampagne löste jedoch eine starke Reaktion im Netz aus. Nutzer kritisierten die Strategie als inakzeptabel, da sie gesunde Ernährung mit sexuellen Vorstellungen verbindet. Eine Mutter erklärte: „Ich wollte seit zwei Monaten das Abonnement für die Zeit nach der Geburt abschließen – nun werde ich es nicht tun, ich bin total angewidert.“
Zusätzlich führten viele Benutzer aus, dass solche Werbeaktionen eine Ausbeutung der LGBTQ-Community darstellen. Ein Nutzer betonte: „Wenn eine Bewegung Grenzen verliert, wird sie immer bizarrer. Dieses Marketing ist ein Zeichen dafür, dass HelloFresh die Gemeinschaft kommerzialisiert.“ Die Reaktionen erreichten mehr als 9.000 Zustimmungen und über 1.200 Retweets.
Expertin warnen vor der Gefahr solcher Kampagnen: Sie untergraben nicht nur das Vertrauen in Unternehmen, sondern auch die gesellschaftliche Debatte um LGBTQ-Rechte. Die Kontroversen um HelloFreshs Strategie verdeutlichen die Notwendigkeit, respektvolle und transparente Kommunikation zu nutzen – besonders im Zeichen der aktuellen Diskussionen um die Rechte geschützter Gemeinschaften.