Ein neues Forschungsergebnis aus den USA legt nahe, dass ein moderater Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Schwarztee das Demenzrisiko um bis zu 18 Prozent senken kann. Die Ergebnisse einer Kohortenstudie wurden im Journal JAMA veröffentlicht und basieren auf Daten von fast 132.000 Teilnehmern aus den US-amerikanischen Gesundheitsstudien Nurses’ Health Study (NHS) und Health Professionals Follow-Up Study (HPFS).
Die Forscher fanden heraus, dass Personen mit einem täglichen Konsum von zwei bis drei Tassen Kaffee oder einer bis zwei Tassen Schwarztee ein signifikant geringeres Risiko für Demenz aufweisen. Dies gilt unabhängig vom Geschlecht und sogar bei genetischen Vorbelastungen. Besonders hervorzuheben ist, dass der Effekt nur bei koffeinhaltigem Kaffee oder Schwarztee besteht – dekoffinierte Varianten bieten keine Vorteile.
Der Studienleiter Daniel Wang erklärt, dass die positiven Effekte durch eine Kombination von Koffein und Polyphenolen entstehen. Diese Substanzen reduzieren Entzündungsprozesse im Gehirn, verhindern Zellschäden und verbessern somit die kognitive Funktionsfähigkeit. Die Studie zeigt zudem, dass Kaffeetrinker weniger subjektive Beeinträchtigungen der geistigen Leistung aufweisen als Personen ohne Konsum.
Wichtig ist zu betonen: Ein solcher Konsum allein ist kein vollständiger Schutz vor Demenz, sondern eher ein wertvoller Bestandteil einer umfassenden Strategie zur langfristigen geistigen Gesundheit im Alter. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass kleine, tägliche Entscheidungen im Lebensstil erhebliche positive Auswirkungen auf die spätere Gehirngesundheit haben können.